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News Medis 2026
Medis 2026 23. Juni 2026, 18:45 Uhr · @admin.toast
Epilog
Epilog

„Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.“
– Der kleine Prinz

Es gibt Orte, die man besucht.
Und es gibt Orte, an denen man bleibt.
Als wir vor Jahren zum ersten Mal nach Obermehler kamen, waren wir vor allem eines: Laut, bunt, chaotisch. Für viele dort wahrscheinlich genau die Art von Gästen, die man lieber nur für kurze Zeit beherbergt.
Wir brachten Musik, Trubel und nicht selten auch die Sorgen mit, die eine Veranstaltung unserer Größe zwangsläufig verursacht. Müll. Lärm. Verkehrschaos. Die Skepsis war verständlich.
Trotzdem sind wir Jahr für Jahr zurückgekehrt. Haben den Flugplatz für ein paar Tage in eine Stadt verwandelt. Haben Freundschaften geschlossen, Namen gelernt und Gesichter wiedererkannt. Aus kurzen Begegnungen wurden Gespräche. Aus Gesprächen wurden Partnerschaften. Aus Partnerschaften wurde Vertrauen. Und mit dem Vertrauen kam das Verständnis. Heute arbeiten Menschen aus der Region mit uns, gestalten mit uns und tragen die Medimeisterschaften mit. Wir unterstützen Feste, Schulen und Vereine. Neue Projekte, neue Ideen, neue Möglichkeiten. Was einst nur für ein Wochenende gedacht war, hinterlässt heute Spuren, die bleiben. Und auch Obermehler hat Spuren bei uns hinterlassen. Für viele von uns ist es längst zu einem Sehnsuchtsort geworden. Ein Ort voller Erinnerungen. Voller erster Begegnungen, langer Nächte, großer Freundschaften und kleiner Momente, die man nie vergisst. Hier haben wir dieses Kribbeln im Bauch, wie man es nur aus der Heimat kennt. Vielleicht liegt darin die eigentliche Geschichte der vergangenen Jahre: Aus einem Nebeneinander ist ein Miteinander geworden. Gerade in einer Region, die vor großen Herausforderungen steht. Dort, wo medizinische Versorgung vielerorts keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Dort, wo Fachkräfte fehlen und die Zukunft manchmal schwer planbar erscheint. Genau hier kommen jedes Jahr Tausende angehende Ärztinnen und Ärzte zusammen. Menschen, die die Gesundheitsversorgung von morgen gestalten werden. Und vielleicht bleibt für einige von ihnen irgendwann mehr zurück als nur die Erinnerung an ein Wochenende. Vielleicht entdecken sie hier wie wir eine Region, die mehr zu bieten hat als das, was man auf den ersten Blick sieht. Eine Region mit Charakter, mit Menschen, mit Herz. Vielleicht wird aus einem Pilgerort irgendwann sogar ein Lebensmittelpunkt. Vielleicht kehren einige zurück – nicht mehr als Gäste, sondern als Nachbarn, Ärztinnen, Kollegen oder Freunde. In diesem Jahr wurde uns noch einmal bewusst, wie viel wir gemeinsam erreicht haben. Als Kräfte wieder von außen versuchten, Zweifel zu säen, Druck auszuüben und das Fortbestehen unserer Medis infrage zu stellen, standen wir nicht allein. Die Menschen vor Ort, die Gemeinde, die Region und wir standen Seite an Seite.

Und genau deshalb konnten wir auch in diesem Jahr wieder feiern. Nicht weil eine Party stattgefunden hat. Sondern weil eine Gemeinschaft zusammengehalten hat.


Für all das möchten wir Danke sagen.

An euch.
An Obermehler.
An Thüringen.
An Paul, Niousha, Sonja & Anastasia aus Köln, die während der Anreise zu Parkplatz A einen Brand entdeckten, die Feuerwehr riefen und einem Anwohner halfen, die brennende Wohnung zu verlassen.
An alle Menschen, die uns über die Jahre begleitet, unterstützt, kritisiert, gefordert und gefördert haben. Die Medis wären ohne diesen Ort nicht dieselben.

Und vielleicht ist dieser Ort inzwischen auch ein kleines bisschen Medis geworden.

Tobi, Friede & la Familia